Wir werden öfters gefragt, welche Einzahlungen bei einem IMPAVIDA-Anschluss möglich sind. Wichtig ist dabei zu wissen, dass sich die berufliche Vorsorge, also die Absicherung der Risiken Alter, Invalidität und Tod im Rahmen der 2. Säule, ebenso wie die Grundabsicherung in der 1. Säule ausschliesslich auf das Einkommen bezieht, das mit der eigenen beruflichen Tätigkeit erwirtschaftet wird. Das bedeutet, dass zur Berechnung der jährlichen BVG-Beiträge das für das entsprechende Geschäftsjahr deklarierte AHV-Einkommen massgebend ist. Die Beiträge setzen sich aus einem Spar- sowie aus einem Risikobeitrag zusammen, dessen Höhe von Alter und Geschlecht abhängt. Auskunft über die Beitragssätze gibt der Anhang zu den beiden Vorsorgeplänen von IMPAVIDA. Links dazu sind auf dem Factsheet zu finden.

Alimentierung über Freizügigkeits- und Säule-3a-Guthaben
Zum Zeitpunkt, zu dem der IMPAVIDA-Anschluss erfolgt, können grundsätzlich bestehende Freizügigkeitsguthaben aus früheren Anstellungsverhältnissen sowie allfällige Guthaben aus Säule-3a-Lösungen eingebracht werden. Zu beachten gilt es allerdings, dass IMPAVIDA bislang nur Einkommen im Rahmen des BVG-Obligatoriums, also AHV-Einkommen bis CHF 82 600, abdeckt. Zur Ermittlung des übertragsfähigen Vermögens wird also berechnet, wie hoch das volle reglementarische Altersguthaben zum Zeitpunkt des Eintritts wäre, wenn die versicherte Person ab dem 25. Altersjahr – ab diesem Zeitpunkt beginnt in der 2. Säule der Aufbau des Altersguthabens – bis zum Zeitpunkt des effektiven Eintritts durchgängig bei IMPAVIDA versichert gewesen wäre.

Liegen die eingebrachten Vermögen unter dieser Schwelle, ist in der Folge ein Einkauf bis zu dem so ermittelten Betrag möglich. Ersichtlich ist dies aus dem Versicherungsausweis, den die versicherte Person nach dem Anschluss an IMPAVIDA erhält. Die Einkäufe sind im jeweiligen Jahr steuerlich abzugsfähig-

Trennung von BVG-Obligatorium und -Überobligatorium
Liegen die Freizügigkeitsguthaben und Guthaben aus Säule-3a-Lösungen über der erwähnten Schwelle, wird im Rahmen von IMPAVIDA nur der betreffende Betrag als Altersguthaben im Rahmen von IMPAVIDA angerechnet. Der Überschuss, das sogenannte BVG-Überobligatorium, kann trotzdem an unseren Vorsorgepartner, die Stiftung Auffangeinrichtung BVG, überwiesen werden. Er wird einem verzinslichen Zusatzkonto gutgeschrieben, das auf den Namen der versicherten Person lautet, und zum Zeitpunkt der Pensionierung in Kapitalform ausbezahlt. Eine Verrentung des überschüssigen Vermögens sieht das Reglement dagegen nicht vor. Alternativ kann der Überschuss auch auf dem Freizügigkeitskonto oder dem Säule3a-Konto stehen gelassen werden.

Ein Übertrag von Freizügigkeitsguthaben und Guthaben aus der Säule-3a im Rahmen der reglementarischen Leistungen bei einem Anschluss an IMPAVIDA empfiehlt sich grundsätzlich, weil sich so die Risiken Invalidität und Tod absichern lassen und ein Bezug des Altersguthabens in Form von Renten möglich ist.

Einzahlungen müssen aus eigenem Einkommen stammen
Was sich von vornherein nicht in den eigenen Anschluss übertragen lässt, um das Altersguthaben zu verbessern, sind beispielsweise Erlöse aus einem Liegenschaftenverkauf, Erbschaften sowie Sparguthaben aus dem Bereich der freien Vorsorge (Säule 3b), da sie in keinem direkten Zusammenhang mit dem persönlichen AHV-Einkommen stehen.