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Mood Food für gute Laune!

Veröffentlicht am 16. Juni 2020 | in Mitglieder-News

Mood Food für gute Laune!

Wir essen unsere Gesundheit. So, wie uns Lebensmittel fit, fröhlich und leistungsfähig machen, können sie uns auch runterziehen und schädigen. „Mood Food“ nennt man Nahrung, die die Stimmung hebt. Mit der richtigen Ernährung können wir unsere Stimmung positiv lenken.

Wenn Sie sich das nächste Mal irgendwie nicht so richtig wohl fühlen oder schon bei Kleinigkeiten genervt reagieren, könnte das ein Anzeichen sein, dass Ihr Körper vielleicht zu wenig Serotonin produziert. Dieser Neurotransmitter wird auch als „Glückshormon“ bezeichnet. Er wird im Gehirn produziert und versetzt uns in gute Stimmung.

Neben Brain Food, das unsere Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst, gibt es also auch Mood Food. Es unterstützt unseren Körper bei der Produktion und Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Dazu zählen vor allem Nahrungsmittel mit einem hohen Tryptophan-Anteil. Tryptophan gehört zu den essenziellen Aminosäuren und regt die Serotonin-Produktion an.

Serotonin und Vitamin D

Einen hohen Anteil am Eiweissbaustein Tryptophan haben Cashewkerne und Parmesan. Gleiches gilt für gedörrte Feigen und Datteln, die zudem einen niedrigen Eiweissgehalt haben. Eier, Bananen oder Fisch üben mit ihrem hohen Tryptophan-Anteil nicht nur einen positiven Einfluss auf unseren Serotoninspiegel aus, sondern enthalten auch viel Vitamin D.

Eigentlich ist das Vitamin D gar kein Vitamin, sondern eine wichtige Hormonvorstufe, die den Aufbau vieler anderer Hormone steuert. Es wird von unserem Körper in Verbindung mit Sonnenlicht (UV-B-Strahlung) hergestellt. Fehlt die Sonne wie im Winterhalbjahr, ist es nützlich, Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen.

Die D-Vitamine haben nicht nur einen Einfluss auf unsere Stimmung, sondern werden auch für den Stoffwechsel, das Immunsystem und den Knochenaufbau benötigt. Sie regulieren zudem unseren Mineralstoffhaushalt und sorgen für die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Phosphaten aus der Nahrung.

Neben Eiern, Bananen oder Fisch gehören auch Pilze zu den wichtigen Vitamin-D-Lieferanten. Ihr Vorteil ist, dass sie nicht nur variationsreich vorkommen, sondern auch viele Nährstoffe enthalten und kalorienarm sind.

Nährstoffarme Lebensmittel füllen weder Körper noch Seele

Insbesondere Obst und Gemüse sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien, Flavonoiden und sekundären Pflanzenstoffen. Das macht uns fit, gut gelaunt und leistungsstark. Hingegen lassen uns hochverarbeitete Lebensmittel, die oft nährstoffarm sind, ins Leere laufen. Statt aufzutanken, stürzen wir ab.

An apple a day keeps a depression away!

So wie sich viele Ernährungsstudien mit den (negativen) Konsequenzen eines Übermasses an Zucker oder Fett beschäftigen, gibt es auch Untersuchungen, die wissen wollen, was mit uns bei einem Mangel an Obst und Gemüse geschieht. Eine Meta-Analyse von 18 Studien mit fast 300.000 Teilnehmern konnte nachweisen, dass Erwachsene, die wenig bis kaum Obst und Gemüse essen, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, depressiv zu werden.

Man ist, was man isst

Eine weitere Studie mit fast 12.500 Probanden untersuchte über zwei Jahre hinweg, was passiert, wenn wir unsere Ernährung von kaum oder wenig Obst und Gemüse auf überwiegend vegetarische Kost umstellen. Die Wissenschaftler konnten einen signifikanten Stimmungsaufschwung feststellen, der zu mehr Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden führte.

Als wenig bis kaum Obst und Gemüse gelten:

  • weniger als 100 Gramm Obst pro Tag,
  • weniger als 500 Gramm Gemüse pro Tag.

Zur Orientierung: Ein halber Apfel wiegt etwa 100 Gramm.

Heute essen, morgen wohlfühlen

Eine weitere Untersuchung ging der Frage nach, ob wir mit dem, was wir heute essen, unsere Stimmung von morgen beeinflussen können. Insbesondere bei einem hohen Verzehr von Obst und Gemüse konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein besseres emotionales Wohlbefinden am nächsten Tag vorausgesagt werden.

Keine Selbstkasteiung bei Fast Food

Hin und wieder mal einen Abstecher in die schnelle Küche zu machen ist selbstverständlich kein Verbrechen. Wenn man insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung achtet, muss man sich beim Verzehr einer Tiefkühlpizza nicht kasteien. Runden Sie einfach das schnelle Menü mit einem Salat oder einem Apfel ab, und geniessen Sie mit Wohlgefühl die Ausnahme.

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