In der aktuellen Ausgabe von „Die Wirtschaftsfrau“ wurden zwei unserer Co-Working Kooperationspartner porträtiert.
Der Vollständigkeit halber findet ihr hier auch noch das Porträt des neuen Co-Workings mit Kinderbetreuung, tadah
Die Gründerinnen von tadah - Coworking mit Kinderbetreuung

 

1. Was ist euer Konzept in 15 Worten?

Tadah Coworking Space mit Kinderbetreuung bietet eine inspierende Arbeitsumgebung und eine professionelle und flexible Kinderbetreuung.

2. Weshalb habt ihr euch bei der Gründung für dieses Konzept entschieden?

Seit 2016 führen wir zu viert das Online-Magazin Tadah. Hier haben wir viele Mütter interviewt und ihnen immer dieselbe Frage gestellt: Wie bringt Ihr Familie und Job unter einen Hut? Bei vielen Interview-Partnerinnen und auch bei uns selbst haben wir gemerkt: Es ist oft sehr schwierig und nervenaufreibend – besonders, wenn man keinen 9 to 5 Job hat. Also haben wir beschlossen, nicht mehr «nur» über Vereinbarkeit zu schreiben, sondern versuchen, Eltern in der Schweiz mit einem konkreten Arbeits- und Betreuungsmodell das Leben etwas einfacher zu machen. Damit sie flexibler
arbeiten und ihre Kinder ebenso flexibel aber auch professionell betreuen lassen können.

3. Ist die Schweizer Wirtschaft schon bereit für so viele Co-Working Spaces? Wenn nicht, was müsste/sollte sich noch ändern?

Die Arbeitswelt verändert sich – es gibt immer mehr Jobs, die man orts- und zeitunabhängig machen kann. Kurz: Man braucht oft nur noch Laptop und Hirn. Zudem wollen immer mehr Leute in einer
inspirierenden Umgebung arbeiten, etwas, das viele Unternehmen verpasst haben zu bieten. Coworking Spaces sind das Pendant zum Home Office. Einfach ohne Wäscheberg und ohne Einsamkeit, dafür mit ganz vielen Gleichgesinnten. Kein Wunder stieg die Nachfrage in den letzten
Jahren rasant. Mittlerweile ist es jedoch so, dass auch die Coworking Spaces ihre Nische suchen müssen, um attraktiv zu bleiben für die arbeitenden Nomaden.
Apropos Nische: Gleichzeitig mit den Arbeitsformen haben sich auch die Familienstrukturen geändert. Nicht nur Mütter, sondern auch immer mehr Väter wollen Teilzeit arbeiten, auch Zeit mit
der Familie verbringen. Hier kommt Tadah ins Spiel. Wir bieten nicht nur Plätze für Eltern, die mit Kind kommen, sondern auch für jene, die ohne Kind kommen wollen. Nichtsdestotrotz besetzen wir
eine klare Nische. Eine, die aus unseren eigenen Bedürfnissen heraus entstanden ist. Und aus jenen von über 400 Eltern, die wir vor der Gründung befragt haben.

4. Welche Vorteile hat eurer Meinung nach für Selbstständige das Arbeiten im Co-Working?

Mit Laptops, Smartphones und Cloud-Lösungen lässt sich von überall arbeiten –
im Zug, im Home-Office oder eben in Coworking Spaces. Hier kann man
einchecken und von der ganzen Infrastruktur profitieren. Zudem bieten viele Coworking Spaces sehr inspirierende Räumlichkeiten – die Menschen kommen
und bleiben hier lieber als im Grossraumbüro einer Grossbank. Deshalb kommt es auch oft vor, dass Firmen einigen Mitarbeitenden einen Platz in Coworking
Spaces bieten – fernab des «biederen» Mutterhauses. Selbständige können sich in Coworking Spaces austauschen, Gleichgesinnte finden, Jobs generieren (networking) und sind schlicht und einfach nicht mehr alleine daheim zwischen unabgewaschenem Geschirr, Wäscheberg und all jenen Dingen, die man doch auch noch erledigen sollte – nebst dem Arbeiten. Wenn Kinder dazukommen, ist das Home Office dann sowieso nicht mehr machbar.
Eine Kita muss her oder eben Tadah, ein Coworking Space mit Kinderbetreuung.
Bei uns kann man dann arbeiten, wenn man einen Job hat und nicht dann, wenn
man die Kita gebucht hat. Die Kunden schauen schliesslich nicht darauf, wann
das Kind seine Kita-Tage hat, er will einfach, dass der Auftrag sauber und effizient erledigt wird.

5. Welche Vorteile haben Angestellte, wenn sie ihre Remote-Arbeit bei euch im Co-Working machen?

Bei Tadah profitieren die Mitglieder besonders von einem: Stressreduktion. Man muss nicht in die Kita stressen, das Kind abgeben und danach auf den Bahnhof hetzen, um bereits total erledigt im
Büro anzukommen. Hier kann man das Kind im Erdgeschoss ganz in Ruhe in professionelle und liebevolle Hände übergeben. Kein Stress, weil kein Zug erwischt werden muss. 3 Minuten später ist
man im 2. Stock nämlich bereits bei der Arbeit. Ein weiterer Vorteil für Angestellte und Selbständige, die bei uns arbeiten: Bei uns kann man auch mal nur einen halben Tag arbeiten. Oder ¾ Tage. Alles Dinge, die in einer Kita oft nicht möglich sind.
So kann man das Kind bei schönem Wetter beispielsweise abholen und noch etwas auf den Spielplatz um die Ecke, bevor man nach Hause geht. Unser ganzes System ist flexibel auf alle Bedürfnisse ausgerichtet.
Aber auch Unternehmen, die bei uns Plätze buchen, sogenannte Corporate-Abos, haben viele Vorteile: Sie können sich im Kampf um die besten Talente als innovativer Arbeitgeber positionieren.
Einer, der sich Diversity nicht nur auf die Fahne schreibt, sondern tatsächlich etwas dafür tut.

6. Worauf sollten Leute bei der Auswahl eines Co-Workings achten, wenn sie Co-Working mal ausprobieren möchten?

Da hat wohl jeder seine eigene Checkliste. Wir finden, dass man sich in erster Linie so wohl fühlen muss, dass man effizient arbeiten und kreativ sein kann. Für uns war Gastgebertum immer ein wichtiges Schlüsselwort in der Wahl eines Spaces. Darauf legen wir nun selbst grossen Wert. Es geht nicht, wenn man minutenlang herumsteht, bevor sich jemand einem annimmt. Alles muss sauber sein. Und schön. Und auch technisch bestens ausgerüstet.